Workshop Runen – Materialkunde #6

Workshop Runen - Materialkunde #6Workshop Runen Materialkunde #6: Minerale und Gestein

Vorweg: In diese Kategorie fallen nur die Minerale nicht-organischen Ursprungs! Fossile Harze wie Bernstein, aber z.B. auch die zu den Mineralen zählenden Nierensteinbildner Whewellit und Weddellit sind hiervon ausdrücklich ausgenommen. Der Einfachheit halber sprechen wir hier verallgemeinernd von „Steinen“.

Bild: Feuerstein lässt sich wie kein anderer Kraftstein mit allen vierundzwanzig Runen des älteren Futhark sowie mit Bernstein verbinden. Energiefluss und -stärke können beliebig gesteuert und auf das Ziel gelenkt werden. Bernstein und Feuerstein harmonieren so gut miteinander, dass mit jeder Art der Runenweihe gearbeitet werden kann.

Besonderheit

Ein Energiefluss, wie in organischen Materialien, findet in Steinen nicht statt. Egal, woher die Energie kommt, sie wird über der Ebene der Rune gebündelt und (in ihrer Wirkung durch die Rune beeinflusst) abgestrahlt. Sie geht also nicht durch den Stein, wie es bei Bernstein oft so schön zu beobachten ist.

Legt man also einen flachen Stein auf die Erde und ritzt in seine Oberseite eine Rune, so wird die Energie senkrecht nach oben, im rechten Winkel zu der Rune, abgestrahlt. Diesen Effekt kann man sich für verschiedene Anwendungen zunutze machen.

Der Steinkreis

Acht Steine werden – von Osten beginnend – jeweils um 45° versetzt im Kreis ausgelegt. In jeden Stein sind in die Oberseite drei Runen geritzt und natürlich geweiht. Es muss pro Stein je eine Rune der Gruppe dominant, neutral und ausgleichend sein.

Die genaue Zusammenstellung der Runen ist nicht vorgeschrieben und kann bei jedem Runer abweichen. Nach der Überlieferung erwirbt ein Runer nur durch die Fähigkeit, einen Steinkreis zu etablieren, das Recht, selbst Schüler anzunehmen und auszubilden. Es ist also nicht so ganz einfach.

Die Energie wird über den Steinen nach oben abgestrahlt. Dadurch entsteht ein Wirbel oder Sog, ähnlich wie bei einer Windhose. Nur wird hier nicht Luft, sondern Energie nach oben gezogen. Im Innern des Kreises entsteht so ein Bereich, der völlig frei von jeglicher negativen Beeinflussung ist. Schamanische Reisen, Meditation oder ein Reinigungsritual sind hier besonders effektiv. Speckstein, der je nach Zusammensetzung als Mineral oder als Gestein gilt, ist hierfür sehr gut geeignet.

Das Hexenkreuz

Vier Steine werden, in den vier Himmelsrichtungen, so um ein Haus herum aufgestellt, dass der Kreuzungspunkt mitten im Haus liegt. In jeden Stein werden eine oder mehrere Runen geritzt und geweiht. In gegenüberliegende Steine immer die gleiche Anzahl Runen.

Die Energien treffen im Kreuzungspunkt aufeinander. Dadurch kann – je nach den verwendeten Runen – eine im Haus lebende Hexe gebannt, ihrer Kräfte beraubt oder sogar getötet werden.

Anmerkung: Der Steinkreis wird heute noch genutzt. Das Hexenkreuz stammt aus einer Zeit, als man Hexen noch als böse und „mit dem Teufel verbündet“ angesehen hat. Heute wissen wir es besser und erweisen Hexen unseren Respekt!
 
 
 
Siehe auch den Beitrag zu unseren Buch Deine RunenReise
 
 
Bild: Workshop Runen – Materialkunde #6 | © Rewa Kasor
 
 

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