Kraftbaum Birke Februar

Kraftbaum BirkeIn der nordischen Mythologie spielt der Kraftbaum Birke eine zentrale Rolle. Birken stehen symbolisch für den Frühling, und den zyklischen Neubeginn des Jahreslaufs. Gerade in Nord- und Mitteleuropa ist die Birke sehr weit verbreitet. Als Lebensbaum und Fruchtbarkeitssymbol war sie bei den germanischen Stämmen der Wanin Freyja geweiht. Die Kelten verehrten sie als den Baum der Göttin Birgit. Als Symbol des Reinen und der Fruchtbarkeit wurden Birkenstämme zu Frühlingsbeginn in den Dörfern aufgestellt und geschmückt. Diese Tradition ist auch heute noch als Maibaum bekannt. Birkenzweige sollten als Schutz vor bösem Zauber und Hexerei dienen.

Kraftbäume im 1. Quartal 2022

Die Kraftbäume im ersten Quartal 2022 stehen ganz im Zeichen des Wassers. Weide, Birke und Schwarzerle sind es, die uns besonders intensiv das Jahr hindurch begleiten. Birkenwasser kann bereits im Frühjahr gewonnen werden.

Vielseitig und Heilkräftig

Kaum ein Teil der Birke wurde nicht in der Volksmedizin genutzt. Die weiche Rinde junger Birken eignet sich hervorragend als Verband bei blutenden Wunden und Insektenstichen. Das in ihr enthaltene Betulin fördert die Wundheilung und lindert Schmerzen und Juckreiz. Im Gegensatz zu den Blättern der meisten einheimischen Bäume sind die der Birke für den Menschen genießbar und haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Sie werden frisch als Salat gegessen oder getrocknet für die Zubereitung von Tee verwendet. Ihre Inhaltsstoffe haben eine harntreibende und antibiotische Wirkung. Als Tinktur, Öl und Salbe fördern sie die Durchblutung. Aus Birkenholz wird der kalorienarme Birkenzucker gewonnen. Birkensaft galt schon bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel, kann aber auch zu Wein, Met und Likör weiterverarbeitet werden.

Kraftbaum Birke – Birkenwasser

Ab ca. April kann Birkenwasser gewonnen werden. Jedoch sollte der Baum in Brusthöhe einen Stammdurchmesser von wenigstens 50 Zentimeter haben. Kleinere Bäume können leicht ausbluten. Auch ist es empfehlenswert, nur maximal alle drei Jahre von dem gleichen Baum Wasser zu entnehmen. Das gibt der Birke genug Zeit, um sich zu erholen. Von Birken, von denen Mondholz gewonnen wird, darf kein Birkenwasser entnommen werden!

Für die Gewinnung bohrt man ein Loch von 1-2 cm Durchmesser ca. 5 cm tief in den Stamm. Ein passender Schlauch wird hineingesteckt, der in einem Auffangbehälter endet. Obwohl ein Baum durchaus bis zu zehn Liter pro Tag liefern kann, sollte man sich auf 3-5 Liter beschränken. Größere Mengen belasten die Birke zu sehr. Der Saftfluss hält bis zu zwei Wochen an. Nach dem Zapfen ist die Bohrung mit Baumwachs zu verschließen, um einer Ausblutung des Baums vorzubeugen.

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Birkenwassers sind wissenschaftlich noch nicht erforscht. In der Alternativmedizin wird es zur Behandlung von Entzündungen, Gicht und Rheumatismus eingesetzt. Auch eine entgiftende und entschlackende Wirkung kann angenommen werden.

Kraftbaum Birke – Birkenpech

Birkenpech wurde nachweislich schon in der Steinzeit zum Verkleben und Abdichten genutzt, ist ein reines Naturprodukt und klebt wie Hölle.

Herstellung: Man benötigt etwas Lehm, eine Blechdose mit (Schraub-)Deckel und eine zweite Blechdose, die etwas kleiner als die erste ist.

Die kleinere Blechdose wird so in den Boden vergraben, dass der Rand 1-2 cm über den Boden ragt. In den Deckel der größeren Blechdose bohrt man mittig ein Loch von ca. 4-6 mm. Dann wird die Dose mit klein geschnittener Birkenrinde gefüllt, verschlossen und mit dem Deckel nach unten über die kleinere Dose gestellt. Um die Dose herum wird alles gut mit Lehm abgedichtet.

Um und eventuell auch über die Dose wird dann Holz geschichtet und entzündet. Der Lehm sichert die Dose gegen Umfallen und verhindert das Austreten von Dämpfen, die sich sonst entzünden würden. Weiterhin verhindert er das Eindringen von Sauerstoff in die Blechdose.

Birkenpech entsteht durch trockene Destillation bei einer Temperatur zwischen 200 und 500°C. Bei einem Holzfeuer ist also eine Temperaturkontrolle im Normalfall nicht erforderlich. Wenn alles gut mit Lehm abgedichtet ist, also kein Sauerstoff eindringen kann, kommt es auch nicht zur Verkohlung oder Entzündung. Bei einem Fassungsvermögen von einem Liter dauert es etwa 30 bis 60 Minuten. Die Ausbeute an Birkenpech ist zwar gering, aber man braucht davon ja auch keine großen Mengen.
 
 


 
 
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Kraftbaum Birke © Shutterstock
 
 

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