Katharina Golz & Thorsten Renk – Kein Portrait

Katharina Golz & Thorsten RenkWarum „Kein Portrait“? Nun, Katharina Golz & Thorsten Renk legen Wert auf ihre Privatsphäre und dazu haben sie auch jedes Recht. Heute sprechen wir also nicht über Familie, Freunde oder ihren beruflichen Werdegang.

Aber ein ganz klein wenig versuche ich doch zu tricksen. Eine Freundin hat mir nämlich verraten, dass Katharina und Thorsten neben dem Film noch ein weiteres gemeinsames Hobby haben: Sprachen.

Privates

Frage: Thorsten, ich habe gehört, dass ihr euch über ein gemeinsames Hobby kennengelernt habt. Ist das richtig?
Thorsten Renk: Wir sind beide Hobbylinguisten und haben uns auch über das gemeinsame Interesse an Tolkien’s erfundenen Elbensprachen kennengelernt. Aber wollten wir Privates nicht außen vor lassen?

(Mist, der Bursche ist zu clever, um sich so leicht austricksen zu lassen.)

Frage: Ja, sorry! Erzähle uns doch mal bitte etwas über dieses Hobby.
Thorsten Renk: Katharina kann (neben Deutsch) Englisch, Finnisch und ein bisschen Russisch aus dem Studium – und dann eben die elbischen Sprachen Quenya und Sindarin.
Ich bin primär ein Fan von antiken Sprachen und komplizierter Grammatik. Aus der gesprochenen Ecke habe ich Deutsch, Englisch (ich denke eigentlich mehr auf Englisch nach als auf Deutsch…), Finnisch und genug Japanisch um durch’s Land zu reisen. Aus der Schule bringe ich Altgriechisch und Latein mit. Biblisches Hebräisch habe ich mir selbst genug beigebracht um im Alten Testament zu lesen, auch die Grundlagen von ägyptischen Hieroglyphen (zu einfachen Sätzen reicht’s), und dazu ebenfalls die elbischen Sprachen.
Grade an den alten Sprachen fasziniert mich, dass sie einen unmittelbaren Zugang zu der Art wie die Menschen früher gedacht haben liefern – welche Metaphern etwa hat man vor 3000 Jahren verwendet, und wie ist das anders als heute?

Katharina Golz & Thorsten Renk

Wie sich die Bilder gleichen

Frage: Du hast mir ein schönes Bild von euch zukommen lassen (siehe oben) und hier habe ich ein Bild aus der Serie „Clíodhna – die Hexe von Gleann an Phéine“. Was sagst du dazu?
Thorsten Renk: Schaut irgendwie nicht so wahnsinnig verschieden aus. Verfilmen wir da unser Leben???
 
(Genau mein Gedanke!)
 

Weitere Projekte

Frage: Gibt es Einschränkungen durch die Pandemie für eure Projekte?
Thorsten Renk: Nachdem wir zu Corona-Zeiten dank Kontaktbeschränkungen keinen größeren Cast versammeln konnten haben wir da angefangen die „Ein Schwert und sein Held“ Kurzgeschichten aus dem Fantasy-Geschichten-Forum zu verfilmen. Die gehen recht einfach weil wir da eben nur das Schwert, den Helden und eine Kamera brauchen. Die einzelnen Episoden sind humorvoll (manchmal auch sehr schräg) bis nachdenklich und etwa 5-7 Minuten lang. Generell weniger aufwändig als unsere große Serie, und wir neigen da mehr zu Experimenten.

Frage: Apropos Aufwand: Wie ist denn so das Verhältnis von Arbeitsstunden pro Filmstunde?
Thorsten Renk: Das Drehen ist der kleinste Teil. Vorbereitung und Nachbearbeitung sind schon erheblich, wir rechnen etwa 5-10 Stunden Arbeit pro Minute Film.

Frage: Und was ist noch so für die Zukunft geplant?
Thorsten Renk: Wir tragen uns mit dem Gedanken, wenn wir das Ende von Clíodhna erreicht haben, einen Lokalkrimi hier in Korpilahti (auf Finnisch) zu machen. Und ich hab‘ vage die Idee mal über den Sommer einen aufwändigeren Fantasy-Film in Lappland zu filmen. Mal sehen.

Thorsten, hab ganz herzlichen Dank für deine freundlichen Antworten und die Zeit, die du dir dafür genommen hast!

 


 
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Bilder „Katharina Golz & Thorsten Renk“, weitere Informationen auf Science and Fiction von Thorsten Renk erhältlich.
 
 

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